Der nach eigenen Angaben drittgrößte Anbieter von Navigationsgeräten Mio hat auf der diesjährigen CeBIT sein erstes Navi mit Internetanbindung vorgestellt und bei der Gelegenheit noch gleich eine passende Tastatur entwickelt. Das Moov V780 ist Navigationsgerät, HD-Mediaplayer und mobiler Internetzugang in Einem.
7-Zoll-Touchscreen, DVB-T, WLAN und UMTS
Das neue Navi hat ein sieben Zoll großes Touch-Display mit einer Auflösung von 800x480 Pixeln. Zum Einsatz kommt die Spirit Navigationssoftware, die neben TMC unter anderem auch eine spezielle Suchfunktion für Points of Interest (POI) bietet. Zusätzliche Internetdienste wie Wetterinformationen sollen ebenfalls integriert sein.
Neben der virtuellen Tastatur auf dem kapazitiven Touchscreen kann auch ein zusätzliches Keyboard angeschlossen werden, was aus dem Navi zusammen mit der umfangreichen technischen Ausstattung eine Art Mini-Netbook macht. Neben einem DVB-T-Empfänger mit ausziehbarer Antenne verfügt das Moov V780 auch über WLAN 802.11 b/g, Mini-USB und einen MicroSD-Kartenslot für bis zu 32 Gigabyte (GB). Der interne Speicherplatz ist laut Mio vier bis acht GB groß. Optional ist ein HSDPA-Modul für den Zugang ins mobile Internet über das UMTS-Netz erhältlich. Die externe Tastatur mit Stoffhülle dient zudem als Tragetasche für das 204x111x14,6 Millimeter große und 445 Gramm schwere Gerät.
Nvidia Tegra an Bord
Für Schnappschüsse unterwegs ist eine 2-Megapixel-Kamera auf der Rückseite eingebaut. Der Mediaplayer des Neulings unterstützt zahlreiche Dateiformate, darunter auch Videos als DivX, H.264, MOV und WMV. Über einen HDMI-Ausgang können so Filme in HD-Qualität an einen Fernseher übertragen werden. Für entsprechende Rechenleistung und Ausdauer sollen ein Nvidia Tegra System mit 600 Megahertz Prozessor sowie ein 2.300 mAh starker Akku sorgen. Das Windows-Betriebssystem bringt den Internet Explorer sowie einen E-Mail-Client mit.
Navi, HD-Player und Internetgerät: Das neue Mio Moov V780. Bilder: Mio
Das Mio Moov V780 in elegantem Schwarz soll voraussichtlich im zweiten Quartal auf den Markt kommen. Der Preis steht derweil noch nicht fest, Medienberichte gehen von rund 500 Euro aus.
Michael Posdziech